Lust aufs Land machen – Neue Teilnehmer des niedersächsischen Dorfentwicklungsprogramms

Lust aufs Land machen:

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bildmitte) gratulierte den Vertreterinnen und Vertretern der Regionen, die zu einem Workshop ins Ministerium nach Hannover gekommen waren. Das „Leineweber-Sechseck“ und „Wir 5 im Rhumetal“ zählen zu den zwölf neuen Teilnehmern des niedersächsischen Dorfentwicklungsprogramms.

Alle Beteiligten freuten sich mit dem Minister beim gemeinsamen Fotoshooting über die Neuaufnahme. Dorfentwicklung sei ein „Schwerpunkt der Landespolitik“, so der Landwirtschaftsminister. „Die Erfolgsgeschichte geht weiter.“ Dorfentwicklung sei „prägend für den niedersächsischen Weg zur nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Räume – mit Themen wie Klimaschutz, Weltoffenheit und Inklusion“.

„Leineweber-Sechseck“: Die interkommunale Dorfregion verbindet mit Wolbrechtshausen, Lütgenrode und Parensen drei Dörfer des Fleckens Nörten-Hardenberg mit ebenfalls drei benachbarten Dörfern der Stadt Hardegsen, nämlich Hevensen, Gladebeck und Lutterhausen. Die alte Handwerkstradition der Leineweberei ist das Identität stiftende Element aller sechs Dörfer, die eine abgestimmte Zukunftsstrategie anstreben.

„Wir 5 im Rhumetal“ kennzeichnet die Ortschaften Berka, Elvershausen, Gillersheim, Katlenburg und Lindau mit Bezug zum im Eichsfeld entspringenden Fluss. Mit im Betrachtungsraum liegen die noch in der Dorferneuerung befindlichen Ortschaften Suterode und Wachenhausen, damit sind alle Ortschaften der Gemeinde für die nächsten Jahre in der Dorfentwicklung des Landes verankert.

Bürgermeisterin Susanne Glombitza sowie die Bürgermeister Michael Kaiser und Uwe Ahrens versprechen sich von den neuen Dorfregionen Investitionen in die örtliche Daseinsvorsorge und wirtschaftliche Impulse. Sie sehen die gemeinsame Chance, den sozialen Zusammenhalt zu fördern, Ortskerne lebendig zu halten und die Standortqualitäten für ein Leben auf dem Dorf  zu verbessern.

Aber erst gilt es für beide Dorfregionen leistungsfähige Büros zu finden, die den Dorfentwicklungsplan der jeweiligen Region unter breiter Bürgerbeteiligung erarbeiten sollen. Die Entscheidung zur Vergabe steht als nächstes Teilziel des Prozesses an, um den erforderlichen Plan in den nächsten 12 Monaten als Voraussetzung für Einzelanträge für öffentliche als auch private Maßnahmen auf die Beine zu stellen.

Insgesamt sind jetzt 50 Dörfer und weitere Ortsteile von Gemeinden Teil des Programms. Das Land unterstützt in dieser Förderperiode nicht mehr Einzeldörfer, sondern gemeinsame Dorfregionen. Damit erreicht das laufende Dorfentwicklungsprogramm des Landes den Höchstwert von 800 teilnehmenden Dörfern. In der aktuellen EU-Förderperiode stehen für die Dorfentwicklung in Niedersachsen fast 120 Millionen Euro zur Verfügung.

Foto: Jongebloed/Landwirtschaftsministerium Niedersachsen

Von links nach rechts:
Hans-Ulrich Wiese, Uwe Ahrens, Volker Mönnich (alle Wir 5 im Rhumetal), Michael Kaiser, Daniela Schmidt, ML Christian Meyer, Sam Ledderhose (alle Leinweber-Sechseck mit ML in der Mitte), Dr. Lothar Liebermann, Franz Brinker (beide ArL BS bzw. Gö)