Leinenzwang für Hunde

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Hundehalterinnen und Hundehalter,

Hunde und ihre Halterinnen und Halter haben es oftmals nicht leicht. Ihr Zusammenleben mit den Menschen wirft manche Probleme auf und manchmal kommt es zu Konflikten zwischen Hundehaltern und anderen Mitbürgern. Diese Konflikte werden dann bedauerlicherweise in Form von Beschwerden an mich herangetragen. Beklagt wird unter anderem, dass freilaufende Hunde in der Feldmark oder in Forstgebieten Wild aufstöbern und jagen und dass die Hundehalter innerhalb von geschlossenen Ortschaften die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht beseitigen. Das möchte ich zum Anlass nehmen, um noch einmal auf die in der Gemeinde Katlenburg-Lindau geltenden Rechtsvorschriften zur Hundehaltung hinzuweisen. Dies sind im Einzelnen Folgende:

  • § 33 des Niedersächsischen Gesetzes über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) – Pflichten zum Schutz vor Schäden:
    In der freien Landschaft ist jede Person verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihrer Aufsicht unterstehende Hunde
    – nicht streunen oder wildern und
    – in der Zeit vom 1. April bis zum 15. Juli (allgemeine Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit) an der Leine geführt werden, es sei denn, dass sie zur rechtmäßigen Jagdausübung, als Rettungs- oder Hütehunde oder von der Polizei, dem Bundesgrenzschutz oder dem Zoll eingesetzt werden oder ausgebildete Blindenführhunde sind.
  • § 5 der Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Gemeinde Katlenburg-Lindau
    Tiere sind so zu halten, dass Personen und andere Tiere nicht mehr als nach den Umständen unvermeidbar belästigt oder gefährdet werden.Hundehalterinnen/ Hundehalter und Hundeführerinnen/ Hundeführer sind verpflichtet zu verhüten, dass die Hunde außerhalb des befriedeten Eigentums oder Besitzes
    a) unbeaufsichtigt herumlaufen
    b) Personen oder Tiere auch im Wald und in der Feldmark anspringen oder anfallen
    c) öffentliche Verkehrsflächen oder Anlagen mit Kot verunreinigen oder beschädigen. Nach der Verunreinigung durch Kot ist die Hundehalterin/ der Hundehalter der Hundeführerin/ Hundeführer unverzüglich zur Säuberung verpflichtet. Diese Reiniungspflicht geht der des Anliegers vor.
    ……
    In öffentlichen Anlagen sowie bei öffentlichen Veranstaltungen sind Hunde an der Leine zu führen.Bissige Hunde müssen auf öffentlichen Verkehrsflächen und an allen anderen öffentlich zugänglichen Orten stets an der Leine geführt werden und einen Maulkorb tragen, der das Beißen sicher verhindert.Auf Kinderspielplätze, Bolzplätze, Sportplätze, Schulhöfe, Friedhöfe und Festplätze dürfen Hunde nicht mitgenommen werden. Von diesem Verbot ausgenommen sind Blindenhunde.
  • § 1 der Verordnung über den Leinenzwang für Hunde in der Gemeinde Katlenburg-Lindau vom 30.11.1987
    In den Wäldern und Gehölzen (Baumgruppen und Hecken) sowie zusätzlich in einem jeweils 50 m breiten Schutzstreifen um die Waldgebiete, Gehölze und beiderseits von Hecken und Gewässern in den Gemarkungen der Gemeinde Katlenburg-Lindau sind Hunde an der Leine zu führen, soweit sie nicht zur befugten Jagdausübung verwendet werden.

Verdeutlichen möchte ich noch einmal, dass durch die Regelungen in der letztgenannten Verordnung in den genannten Gebieten ganzjährig Leinenzwang in der Gemeinde Katlenburg-Lindau besteht.

Alle Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer bitte ich eindringlich, die aufgeführten Regelungen zu beachten und einzuhalten, da Sie ansonsten eine Ordnungswidrigkeit begehen, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Damit es so weit gar nicht erst kommt, bitte ich Sie um Folgendes: Nehmen Sie Rücksicht auf andere Halter und Ihre Vierbeiner und bedenken Sie bitte auch, wann immer Sie sich mit Ihrem Hund in der Öffentlichkeit befinden, dass nicht jeder Mensch Hunde mag und akzeptieren Sie, wenn kein Kontakt mit Ihrem Hund gewünscht ist.

Mit freundlichen Grüßen
gez.
Uwe Ahrens